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Anja, 42 Jahre, Buchautorin aus Leun


  

"Vor meiner Diagnose war ich unendlich aktiv, eine richtige Frohnatur. Und dann kam die Diagnose, und ich dachte zum ersten Mal, jetzt verliere ich alles. Aber ich hatte die Wahl: Entweder ich falle in ein tiefes schwarzes Loch oder ich lebe mit meiner Krankheit. Und das tue ich seitdem."

Anja´s Leben nahm im Jahr 2002 eine unerwartete Wendung, als sie einen Unfall beim Inline-Skaten hatte. Nach dem Sturz hatte sie schwere kognitive und neurologische Probleme, später kam noch ein Zittern der Gliedmaßen hinzu. Das daraus resultierende Fahrverbot führte dazu, dass sie ihren Job als Abteilungsleiterin verlor. Einige Monate später wurde bei ihr Epilepsie diagnostiziert. Anja hatte die Wahl: in eine tiefe Depression und Selbstmitleid zu fallen oder zu kämpfen. Sie entschied sich für's Kämpfen und fing an, ihrem Umfeld ihre Epilepsie zu erklären. Mit ihren kreativen Hobbies machte sie sich selbstständig und veröffentlichte bereits drei Bücher. Trotz immer wiederkehrender gesundheitlicher Einbrüche lässt sich Anja die Lust aufs Leben nicht nehmen und gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern findet sie immer wieder positive Aspekte, die die Epilepsie in ihrem Leben ausgelöst hat. Die enge Zusammenarbeit mit ihrem Neurologen hat ihr geholfen, ihr Leben nach ihren Wünschen und Möglichkeiten zu leben. Sie nutzt ihre Offenheit und ihr Schreibtalent, um anderen ein Leben mit Anfällen nahe zu bringen und Betroffenen Mut zu machen. Neben einem Comedy Buch hat sie noch zwei Bücher zum Thema Epilepsie veröffentlicht: "Epi on board - ich glaub`, ich krieg `nen Anfall" und "Epilepsie, 100 Fragen die Sie nie zu stellen wagten" (zusammen mit Dr. Krämer, Zürich).

Anja´s Erfahrungsbericht 
Anja´s Video zur Frage "Warum denken Sie ist es wichtig, Informationen und Unterstützung zu bekommen? Wie hat Ihnen beides in Ihrer persönlichen Situation geholfen?"
Anjas´s Video zur Frage "Was denken Sie über das Service-Programm "Epilepsie im Griff", die Betroffene unterstützen will, die immer noch unter Anfällen oder Nebenwirkungen ihrer Medikamente leiden, aber nicht den Mut haben, darüer zu sprechen?"


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