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"Die Diagnose Epilepsie endlich als Tatsache zu akzeptieren, wenn auch anfänglich mit großen Schwierigkeiten, war ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Nun lag es in meiner Hand, initiativ zu werden. Traurig nur, dass ich 25 Jahre lang vor der Wahrheit die Augen verschlossen hatte." |
Bei Rainer wurde die Epilepsie erstmalig mit sechs Jahren diagnostiziert. Da es seinen Eltern aber schwer fiel, die Diagnose zu akzeptieren, begann eine Odyssee von einem Arzt zum nächsten. Der ständige Wechsel der Medikation führte schließlich zu immer häufiger auftretenden und schwereren Anfällen. Rainer zog sich mehr und mehr zurück. Seine komplex-fokalen Anfälle ließen sich schließlich auch vor seinem Arbeitgeber nicht mehr verheimlichen. Also machte er sich als Landschaftsgärtner selbstständig. Erst ein Arbeitsunfall und die erneute Diagnose Epilepsie brachten Rainer dazu, sich mit der Erkrankung auseinander zu setzen. In einer Klinik erfuhr er dann, dass eine Gehirnoperation ihm helfen könnte. Die Operation verlief erfolgreich: Nach vorher 15 Anfällen am Tag, ist er heute unter Medikation anfallsfrei, voller Lebensfreude und widmet sich wieder seinem Beruf als Landschaftsgärtner.