Lexikon
Unser umfassendes Lexikon bietet komprimierte Informationen zu etwa 5.000 Stichwörtern und damit eine rasche Orientierung zu allen Fragen der Epileptologie.
Dieses praktische Nachschlagewerk basiert auf dem Buch “Epilepsie von A-Z” von Dr. med. Günter Krämer, Medizinischer Direktor des Schweizerischen Epilepsiezentrums in Zürich. Das Fachwörterbuch ist unter dem oben genannten Titel im TRIAS Verlag erschienen und überall im Buchhandel erhältlich.
Absence

- 1. französisch: Abwesenheit (lateinisch = absentia); vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen vorkommender kurz dauernder (höchstens 30, meist 5–10 Sekunden), besonders unbehandelt oft mehrfach am Tag auftretender und durch Müdigkeit oder Hyperventilation aktivierbarer generalisierter "kleiner" epileptischer Anfall, dessen einziges (= selten) oder hauptsächliches (= meistens) Symptom in einer plötzlich einsetzenden und ebenso plötzlich endenden Unterbrechung des Bewusstseins ("Abwesenheit") mit nachfolgender Erinnerungslücke (Amnesie) besteht, oft begleitet von Verdrehen der Augen, Blinzeln, Lidflattern, anderen leichten Muskelzuckungen, Lippen- oder Kaubewegungen; im Elektroenzephalogramm (EEG) zeigt sich bei einer Absence generalisierte Spike-Wave-(Spitze-Welle-) Aktivität; mit einfache, blande oder typische Absence sowie atypische oder ausgestaltete Absence; frühere, aber auch andere Anfallsformen einschließende Bezeichnung: Petit-Mal-Anfall
- 2. Betroffene sprechen häufig daneben auch bei anderen Anfallsformen von Absencen, bei denen sie "abwesend" bzw. ohne Bewusstsein sind, was besonders im Erwachsenenalter meist durch fokale Anfälle mit Bewusstseinsverlust hervorgerufen wird; zu den Unterscheidungsmerkmalen Tab. 8



