Epilepsie gut behandeln UCB

Top of this page
Skip navigation, go straight to the content

Behandlung von Epilepsie

Eine Epilepsie liegt vor, wenn mindestens zwei epileptische Anfälle unprovoziert, d. h. ohne erkennbaren Auslöser, auftreten oder wenn bei weitergehenden Untersuchungen des Gehirns Hinweise gefunden werden, die für eine hohe Neigung zu weiteren Anfällen sprechen. In diesem Fall wird eine Behandlung mit speziellen Arzneimitteln, sogenannten Antiepileptika (auch Antikonvulsiva genannt), empfohlen.10 Mithilfe dieser Medikamente soll weiteren Anfällen vorgebeugt werden. Ohne medikamentöse Therapie besteht eine erhöhte Gefahr, dass die Anfälle in Zukunft erneut auftreten.

Behandlung von Epilepsie

Epileptische Anfälle verhindern  - Anfallsfreiheit

Anfallsfreiheit ist das primäre Ziel der Epilepsie-Behandlung, das bei bis zu etwa 80 Prozent der Patienten erreicht werden kann.72 Ob Anfallsfreiheit tatsächlich erreicht wird, hängt stets von der Ursache der Erkrankung und der Epilepsie-Form ab. Ist es nicht möglich, epileptische Anfälle komplett zu verhindern, sollen im Rahmen der Behandlung zumindest ihre Häufigkeit und Stärke gesenkt werden. Beeinträchtigende Nebenwirkungen sollten dabei entweder gar nicht auftreten oder möglichst gering sein.

Kontrolle durch die individuell optimale Therapieform

Um epileptische Anfälle in den Griff zu bekommen, erhält der Patient von seinem Arzt eine ausführliche Beratung zur Vermeidung möglicher Auslöser. Zudem werden fast immer Arzneimittel eingesetzt. Die Wirkung der Antiepileptika bzw. Antikonvulsiva konzentriert sich auf die Unterdrückung der Anfälle, die eigentliche Ursache der Epilepsie wird durch sie jedoch nicht behoben. Aus diesem Grund ist bei ca. zwei Drittel aller Epilepsie-Patienten eine lebenslange Einnahme der Antiepileptika notwendig. In den letzten Jahren konnte durch die Entwicklung neuer Medikamente insbesondere die Verträglichkeit der Therapie entscheidend verbessert werden.10

Können die Anfälle auch nach zwei bis drei Therapieversuchen mit geeigneten Medikamenten nicht befriedigend kontrolliert werden, sollte der Patient bei einem Epilepsie-Spezialisten untersuchen lassen, ob ein operativer Eingriff  für ihn sinnvoll und möglich ist. Dabei wird die Hirnregion, von der die Anfälle ausgehen, entfernt und damit auch die Ursache der Epilepsie. Eine weitere Möglichkeit ist die Vagus-Nerv-Stimulation. Diese wird durchgeführt, wenn weder durch eine medikamentöse Behandlung noch durch eine Operation eine befriedigende Anfallskontrolle erzielt wird oder wenn eine Operation aufgrund der Epilepsie-Form nicht möglich ist. In seltenen Fällen, insbesondere bei bestimmten Epilepsie-Formen im Kindesalter kann auch eine spezielle kohlenhydratarme, fettreiche Diät, die sogenannte ketogene Diät, eine Reduktion der Anfälle bewirken.10

Epi-Manager für iPhone/iPad und Android Smartphones/Tablets! Jetzt kostenlos laden!

  1. Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter. 5. Auflage, Thieme, Stuttgart, 2012.
  2. Marson et al., The SANAD study of effectiveness of carbamazepine, gabapntin, lamotrigin, oxcarbazepine, or topiramate for treatment of partial epilepsy: an unblinded randomised controlled trial, Lancet 369, S. 1000-1026, 2007.
Kostenloser Kontakt
UMFRAGE Helfen Sie uns, unsere Webseite für Sie noch weiter zu optimieren! Jetzt mitmachen! Diesen Hinweis verbergen
Vergrößern von Texten und Bildern:

Sie können Ihre Seite im Browser beliebig vergrößern oder verkleinern.

  • Vergrößern

  • Zum Vergrößern drücken Sie die Tastenkombination "Strg" und "+". Für Mac-User: "Befehl" und "+".
  • Verkleinern

  • Zum Verkleinern drücken Sie die Tastenkombination "Strg" und "-". Für Mac-User: "Befehl" und "-".