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Nebenwirkungen von Antiepileptika

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen eines Arzneimittels, die zwar im Zusammenhang mit der Einnahme stehen, aber nicht dem eigentlichen therapeutischen Zweck dienen.

Nützliche und störende Nebenwirkungen von Antiepileptika

Diese Nebenwirkungen müssen nicht immer schädlich sein, in seltenen Fällen haben sie sogar einen nützlichen Nebeneffekt (z.B. Stimmungsaufhellung bei einer gleichzeitig vorliegenden Depression). Meistens sind Nebenwirkungen aber störend und beeinträchtigen das Wohlbefinden z.T. erheblich. In seltenen Fällen können sie auch zu ernsthaften Erkrankungen führen und ganz selten sogar lebensbedrohlich werden.

Nebenwirkungen von Antiepileptika begegnen

Grundsätzlich sollte ein Patient deshalb, wenn er Nebenwirkungen an sich beobachtet, mit seinem behandelnden Arzt darüber sprechen. Nebenwirkungen sind nicht unausweichlich. Mit geeigneten Massnahmen, z.B. Dosisänderungen des Antiepileptikums kann ihnen wirkungsvoll begegnet werden. Auf keinen Fall sollte aber ein Patient eigenständig ein verordnetes Antiepileptikum absetzen, da dies hohe Risiken in sich birgt. Es kann unter Umständen zur Zunahme von Anfällen bis hin zu Anfallserien oder einem Status epilepticus (Daueranfall) kommen.

Grundsätzlich kann man bei Arzneimitteln

Akute Nebenwirkungen von Antiepileptika

Akute Nebenwirkungen sind meist dosisabhängig und lassen sich durch die Wirkmechanismen erklären, eine Art „überschiessende“ Wirkung. Sie sind deshalb vorhersehbar und auch recht gut steuerbar. In der Regel betreffen die akuten Nebenwirkungen bei Antiepileptika auch das Zielorgan, das Gehirn, typisch sind z.B.

  • Müdigkeit,
  • Benommenheit,
  • Schwindel,
  • Doppeltsehen oder
  • Kopfschmerzen.

Chronische Nebenwirkungen von Antiepileptika

Chronische Nebenwirkungen hingegen sind nicht so sehr von der aktuellen Dosishöhe, sondern mehr von der Zeitdauer der Einnahme eines Medikamentes abhängig und äußern sich häufig erst nach Monaten oder sogar Jahren und können den ganzen Körper betreffen. Beispiele für chronische Nebenwirkungen von Antiepileptika sind

  • Gewichtszunahme oder –abnahme,
  • Osteoporose,
  • Haarausfall oder
  • Zahnfleischwucherungen.

Neben den akuten und chronischen Nebenwirkungen  gibt es noch Nebenwirkungen, die plötzlich auftreten, sich nicht mit dem Wirkungsmechanismus erklären lassen, dosisunabhängig sind und auch nicht unbedingt mit der Dauer der Einnahme im Zusammenhang stehen. Diese nicht berechenbaren Nebenwirkungen sind glücklicherweise sehr selten, hierzu zählen beispielsweise allergische Reaktionen.

Leider gibt es noch nicht das ideale Antiepileptikum mit hoher gewünschter Wirksamkeit und keinen Nebenwirkungen. Allerdings haben die meisten neueren Antiepileptika immerhin deutliche Vorteile, insbesondere hinsichtlich fehlender oder erheblich weniger chronischer Nebenwirkungen.

Nebenwirkungen stehen im Beipackzettel

Welche Nebenwirkungen bei welchem Antiepileptikum vorkommen und wie häufig sie sind, kann aus dem Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes entnommen werden. Hier sind alle Nebenwirkungen aufgeführt, die in Studien oder nach der Markteinführung im Praxisalltag bei Patienten beobachtet wurden und entsprechend ihrer beobachteten Häufigkeit eingeteilt. Immer wenn eine neue Nebenwirkung auftritt und gemeldet wird, muss der Beipackzettel entsprechend aktualisiert werden. Das Datum der letzten Akualisierung ist immer vermerkt. Diese permanenten Aktualisierungen erklären auch, warum die Liste der aufgeführten Nebenwirkungen bei älteren Medikamenten unter Umständen sehr lang ist, bei ganz neuen hingegen häufig kurz, da seltene Nebenwirkungen nicht in den Studien auffallen sondern erst beobachtet werden, wenn sehr viele Patienten im Praxisalltag behandelt worden sind.

Bei Nebenwirkungen den Arzt konsultieren

Abschließend nochmal der Hinweis: Treten bei der Einnahme von Medikamenten Nebenwirkungen auf, sollten Sie Ihren behandelnden Arzt konsultieren. Er berät Sie zur weiteren Vorgehensweise und veranlasst, wenn notwendig, eine Dosisreduktion oder den Wechsel des Medikaments.

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