Epilepsie gut behandeln UCB

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Diagnose Epilepsie bei Kindern

Der erste Anfall ist für Eltern zunächst ein Schock. Die anschließende ärztliche Diagnose bedeutet dann die schmerzhafte Erkenntnis, dass das eigene Kind die chronische Krankheit Epilepsie hat. Sorge und Angst nehmen den Eltern oftmals die natürliche Unbefangenheit im Umgang mit dem Kind. Dennoch müssen sich die Eltern stets vor Augen führen, dass sich das Kind in der anfallsfreien Zeit ganz normal verhält. Für die gesunde Entwicklung des Kindes sind ein normaler Umgang und eine möglichst unbeschwerte Kindheit wichtige Voraussetzungen. Auch wenn einige besondere Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll und angebracht sind, sollten die Eltern darauf achten, das Kind nicht zu sehr zu behüten und zu schonen. Es ist ebenso wichtig, Selbständigkeit zu fördern und das Selbstvertrauen des Kindes zu stärken.

Mittelweg zwischen Einschränkung und Freiheit finden

Jedes Kind ist anders. Daher müssen die Eltern für ihr Kind einen eigenen Mittelweg zwischen Einschränkungen aufgrund berechtigter Ängste und Freiheiten im Hinblick auf eine normale kindliche Entwicklung finden. Wenn Sie in einigen Situationen unsicher sind, kann ein Gespräch mit dem Arzt dabei helfen, für die jeweilige Besonderheit (Anfallsart und -häufigkeit) eine Lösung zu finden.

Je nach Entwicklungsstand und Reife sollte das Kind möglichst früh mit über die Krankheit und den angemessenen Umgang informiert werden. Dabei ist eine kindgerechte Information unerlässlich. Bilderbücher, Hörspiele und Flyer, die speziell für Kinder mit Epilepsie im Kindergarten- bzw. Schulalter entwickelt wurden können zur kindgerechten Aufarbeitung der Information beitragen. Eine Übersicht und Bestellmöglichkeiten bietet der Epilepsie-Elternverband.

Frühförderung bei Epilepsie

Bei einer Entwicklungsstörung oder einem bestehenden Risiko haben Kinder Anrecht auf eine Frühförderung. Hierunter versteht man pädagogische Hilfen und therapeutische Maßnahmen, wie beispielsweise

  • Krankengymnastik,
  • Ergotherapie oder
  • Logopädie,

die den Zeitraum der ersten Lebensjahre umfassen und sich bis zur Einschulung erstrecken können.

Frühförderstellen bieten oftmals an, die Familie zu Hause aufzusuchen. Dies bietet die Gelegenheit, das Kind in seinem unmittelbaren Umfeld zu fördern und gleichzeitig die Eltern einzubeziehen. Frühförderung ist aber auch im Kindergarten möglich.

Frühförderungsangebote in den ersten Lebensjahren gibt es in den sozialpädiatrischen Zentren (SPZ). Sie bieten ergänzend zu den Praxen niedergelassener Ärzte und Therapeuten interdisziplinär Hilfe und Unterstützung für Kinder mit Entwicklungsstörungen und Behinderungen bzw. von Behinderung bedrohten Kindern an. Adressen von Sozialpädiatrischen Zentren sind auf der Internetseite der deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin zu finden.

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