Epilepsie gut behandeln UCB

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Epilepsie-Anzeichen bei Kindern

Über die Hälfte aller Epilepsien beginnen im Kindesalter. Epilepsien, die unerkannt bzw. unzureichend behandelt bleiben, können eine lebenslange, schwere Hypothek für die Entwicklung der Persönlichkeit bilden. Lernprobleme oder gar Schulversagen aufgrund nicht erkannter Anfälle und Anfallsfolgen (Zerstreutheit, Leistungsabfall, Unlust) sind nicht mit erzieherischen Maßnahmen zu verhindern. Daher ist das rechtzeitige Erkennen von Anzeichen einer Epilepsie für eine fachgerechte medizinische Behandlung sehr wichtig.

Epileptische Anfälle sind relativ kurz andauernde, plötzliche Änderungen des Bewusstseins, Denkens, Verhaltens, Gedächtnisses, Fühlens oder Empfindens oder der Anspannung der Muskulatur aufgrund einer vorübergehenden Funktionsstörung von Nervenzellen im Gehirn in Form vermehrter und einander gegenseitig aufschaukelnder elektrischer Entladungen.

Der erste epileptische Anfall

Jeder erste epileptische Anfall kann das erste und möglicherweise über längere Zeit auch das einzige Zeichen einer akuten Schädigung des Gehirns sein, weshalb er immer Anlass zu einer möglichst umgehenden Untersuchung beim Kinderarzt bzw. Neurologen sein muss. Vom Ergebnis dieser Untersuchung hängen alle weiteren Entscheidungen ab.

Nicht jeder epileptische Anfall ist mit dramatischen Krämpfen verbunden

Der Verlauf eines epileptischen Anfalls kann sehr unterschiedlich sein. Epileptische Anfälle, die eher unauffällig sind und daher möglicher Weise übersehen werden könnten, sind Absencen. Absencen sind epileptische Anfälle, die durch eine kurze Abwesenheit mit fehlender Ansprechbarkeit und Erinnerungslücke gekennzeichnet sind. Absencen kommen bei Klein- und Schulkindern am häufigsten vor und sind bei Kindern allgemein die mit Abstand häufigste Form epileptischer Anfälle. Sie kommen auch bei Jugendlichen und Erwachsenen vor, werden aber mit zunehmendem Alter immer seltener. Weil Absencen so kurz sind und die Betroffenen selbst nichts merken, bleiben sie oft lange unerkannt, werden als Unaufmerksamkeit („verträumte“ Kinder, „Hans Guck-in-die-Luft“) oder – besonders in der Schule – auch als Unfähigkeit oder fehlender Wille missverstanden.

Auch myoklonische Anfälle können bei Kindern übersehen werden. Bei diesen Anfällen kommt es plötzlich zu Zuckungen durch die Gliedmaßen, als ob jemand erschreckt worden wäre, ohne dass aber etwas Schreckliches vorgefallen ist. Die Dauer dieser Anfälle kann dabei nur den Bruchteil von Sekunden betragen.

Darüber hinaus gibt es auch nicht-epileptische Anfälle bei Kindern, wie nächtliche Weinkrämpfe oder Anfälle durch starke Gemütsregungen (Affektanfälle).

Bei einem Verdacht auf einen Epilepsie sollte der Anfall genau dokumentiert werden. Als Hilfe für eine genaue Anfallsbeschreibung wurde ein Fragebogen von der deutschen Gesellschaft für Epilepsie entwickelt. Der ausgefüllte Bogen soll zum Arzt mitgenommen werden, um dem Arzt für die Diagnose und Behandlung wesentliche Informationen zu übermitteln.

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