Epilepsie gut behandeln UCB

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Epilepsie und Reisen

Urlaub und Reisen stellen einen wichtigen Ausgleich zum Alltag dar, das gilt auch für Menschen mit Epilepsie. Um Stressfaktoren zu minimieren, sollte der Urlaub langfristig geplant und gut vorbereitet sein. Vorteilhaft ist es, in der Nebensaison zu verreisen und somit Stress und Hektik zu vermeiden.

Während der Reise ist es ratsam, den Internationalen Epilepsie-Notfallausweis (IENA) für Außenstehende leicht auffindbar am Körper zu tragen.

Allgemeine Reisetipps bei Epilepsie

  • Reise langfristig und gut planen
  • Die Reiseplanung mit dem Arzt besprechen, insbesondere bei Fernreisen mit Zeitumstellung
  • Ausreichenden Vorrat an Medikamenten mitnehmen
  • Medikamente sicherheitshalber auf mehrere Gepäckstücke verteilen
  • Genügend Medikamente im Handgepäck mitnehmen
  • Medikamente immer in Originalverpackung mitnehmen, um den optimalen Schutz zu gewährleisten und im Notfall schnell Ersatz zu bekommen
  • Adressen von Fachärzten/Kliniken vor Ort recherchieren
  • Internationalen Epilepsie-Ausweis (IENA) mitführen

Epilepsie und Reisen

Flug- und Fernreisen

Auch mit Epilepsie muss man auf Flug- und Fernreisen nicht verzichten. Informieren Sie sich rechtzeitig über die Anforderungen Ihrer Fluggesellschaft. Die meisten Fluggesellschaften verlangen ein ärztliches Attest, das Angaben zum Anfallstyp, zu Medikamenten sowie ggf. zur Notwendigkeit von Begleitpersonen enthält. Einzelne Gesellschaften verlangen auch eine spezielle Bescheinigung zur Flugtauglichkeit.

Bei Fernreisen ist besonders darauf zu achten, dass sich durch die Zeitverschiebung der Schlaf-Wach-Rhythmus ändert. Dies bezieht sich nicht nur auf den Flug selbst, sondern betrifft meist auch die folgenden zwei bis drei Tage. Wann immer möglich sollte man seinen normalen Rhythmus nicht abrupt umstellen.

Medikamenteneinnahme bei Zeitverschiebung

Die unverändert regelmäßige Medikamenteneinnahme muss auch bei längeren Reisen mit Zeitverschiebung unbedingt eingehalten werden. Bei einer geringen Zeitverschiebung von ein bis zwei Stunden können die Medikamente entsprechend der Heimatzeit eingenommen werden. Eine zusätzliche Uhr, die auf der Heimatzeit eingestellt bleibt, erleichtert dabei die zeitgenaue Einnahme.

Bei Reisen in Länder mit größerer Zeitverschiebung empfiehlt es sich dagegen, die Einnahme der Medikamente an die Zeitverschiebung anzupassen. Das genaue Vorgehen dazu sollten Sie rechtzeitig vor Reisebeginn mit Ihrem Arzt besprechen.

Grundsätzlich wird die Medikamenten-Dosis erhöht, wenn sich der Reisetag verlängert und die Dosis verringert, wenn sich der Reisetag verkürzt. Am Folgetag können Sie die Medikamente dann zur Ortszeit am Urlaubsort einnehmen. Beim Rückflug muss die entgegengesetzte Dosisanpassung erfolgen. Zur Erleichterung der korrekten Medikamenteneinnahme in anderen Zeitzonen kann die Epi-Manager App  genutzt werden, die für iPhone/iPad sowie Android Smartphone/Tablet kostenlos zur Verfügung steht.

Medikamente

Es ist immer günstig, einen ausreichenden Vorrat der benötigten Medikamente mitzunehmen. Nicht immer sind alle Medikamente im Ausland erhältlich und unterschiedliche Handelsnamen und Verpackungen können zu Verwechslungen und Problemen führen. Bei größeren Mengen an Medikamenten sollte man ein ärztliches Attest mitführen. Für den Fall eines Gepäckverlustes empfiehlt es sich, die Medikamente auf mehrere Gepäckstücke zu verteilen bzw. im Handgepäck mitzuführen. Die Medikamente sollten in den Originalverpackungen belassen werden, weil diese einen optimalen Schutz vor Feuchtigkeit oder Verunreinigungen bieten.

Durchfall und Erbrechen bei Epilepsie

Ungewohntes Essen oder unzureichende hygienische Verhältnisse können schnell zu Magen-Darm-Problemen führen. In manchen Ländern ist davon abzuraten, Salat, rohes Gemüse, ungeschälte Früchte oder Eiscreme zu essen oder sich die Zähne mit Leitungswasser zu putzen.

Bei Durchfall und Erbrechen wird die Aufnahme der Antiepileptika im Körper beeinträchtigt (siehe Epilepsie und Ernährung). Am besten stimmen Sie das Vorgehen bei Magen-Darm-Problemen schon vor der Reise mit Ihrem Arzt ab. Bei lang anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt vor Ort aufgesucht werden.

Impfungen bei Epilepsie

In der Regel können Sie auch mit Epilepsie die für die Reise empfohlenen Impfungen wahrnehmen. Allerdings sollten Impfungen nicht während einer Therapieumstellung oder bei schwerer Krankheit erfolgen. Besprechen Sie die erforderlichen Impfungen mit Ihrem Arzt.

Epilepsie und Impfung

Aktiv im Urlaub

Freizeitaktivitäten und Sport sind für viele besonders im Urlaub wichtig. Bei Anfallsfreiheit bestehen kaum Einschränkungen. Grundsätzlich sollte man darauf achtgeben, sich nicht zu übernehmen und Überanstrengung zu vermeiden.

Beim Schwimmen und Wassersport sind jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

  • Immer gemeinsam mit einem erfahrenen Schwimmer ins Wasser gehen
  • Möglichst nur in einem Schwimmbecken (Pool) schwimmen
  • Bademeister bzw. Aufsichtspersonen informieren
  • Im Zweifelsfall eine Schwimmweste tragen
  • Bei häufigen Anfällen im Nichtschwimmerbecken bleiben
  • Tauchen ist nur bei jahrelanger Anfallsfreiheit und mit einer entsprechenden ärztlichen Bescheinigung erlaubt
  • Bootsfahrten nie alleine unternehmen

Mehr Tipps und Informationen zum Thema finden Sie unter „Epilepsie und Sport“.

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