Epilepsie gut behandeln UCB

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Häusliche Sicherheitsaspekte und Wohnen bei Epilepsie

Ein Leben in den eigenen vier Wänden ist für uns alle von herausragender Bedeutung. Und je älter wir werden, desto wichtiger werden die eigene Wohnung und das Wohnumfeld. Ältere Menschen, die an Epilepsie leiden, müssen aufgrund der oft plötzlich auftretenden Anfälle häusliche Sicherheitsaspekte noch mehr berücksichtigen. Umso wichtiger ist eine sichere seniorengerechte Ausgestaltung der Wohnung und des Wohnumfeldes. Typische Stolperfallen, wie glatte Fußböden, lose Teppichläufer, ungesicherte Kabel etc. können durch einfache Maßnahmen vermieden werden.

Vermeidbare Gefahrenherde für Stürze im häuslichen Umfeld:

  • Glattgebohnerter Fußboden
  • Ausgetretene Treppen
  • Wackelige Geländer
  • Lokale Öl- oder Kohlefeuerstellen
  • Zu niedrige Betten und Toiletten
  • Unzureichende Beleuchtung
  • Loser Teppichläufer
  • Verlängerungskabel
  • Gegenstände im Gehbereich
  • Schuhe/ unzweckmäßige Kleidung
  • Duschen 
  • Notbehelfe zum Hinaufsteigen
  • Standunsichere Möbel

Sicherheit im Bad bei Epilepsie

Auf gar keinen Fall sollte unbeaufsichtigt in der Badewanne gebadet werden. Eine sichere Alternative zur Badewanne bietet das Duschen im Sitzen mit Hilfe eines Duschstuhls oder Duschhockers. Haltegriffe neben der Toilette und in der Dusche erleichtern das Aufstehen und verhindern das Ausrutschen.

Sicherheit in der Küche bei Epilepsie

Damit das Arbeiten in der Küche besser von der Hand geht, lautet das wichtigste Rezept: Alles, was Sie zur Hand nehmen, sollte gut erreichbar und leicht zu verstauen sein. Praktisch ist ein Sitzplatz zum Arbeiten. Der Umgang mit elektrischen Haushaltsgeräten ist mit Gefahren verbunden. Anstelle von Gas- und Elektroherden sind Induktionskochfelder und Mikrowelle zu bevorzugen. Insbesondere das Tragen heißer Töpfe und Pfannen birgt im Anfall das Risiko von Verbrennungen und Verbrühungen.

Die Haushaltsführung kann durch die Inanspruchnahmen von täglichen Menübringdiensten erheblich vereinfacht werden. Mahlzeitendienste der Caritas, der Diakonie oder des DRK, wie „Essen auf Räder“, liefern warme Mahlzeiten direkt in die Wohnung, so dass nicht mehr jeden Tag selbst gekocht werden muss.

Weitere Sicherheitsaspekte bei Epilepsie

Weitere Möglichkeiten, die das Leben von älteren Menschen mit Epilepsie in der eigenen Wohnung erleichtern sind:

1. Wohnungsanpassungen

an die Erfordernisse in den kritischen Bereichen: Hauseingang, Bad, Küche, Toilette, Treppen und Treppenhäuser (barrierefreies Wohnen). Entsprechende Wohnberatungen gibt es in kirchlichen und freien Wohlfahrtsverbänden und  bei den Wohnberatungsstellen Ihrer Kommune sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung e.V. (www.bag-wohnungsanpassung.de). Erforderliche Umbaumaßnahmen werden von den Pflegekassen bezuschusst, sofern die Person einer Pflegestufe zugeordnet wurde.

2. Installierung eines Hausnotrufs

Mit einem Hausnotruf kann durch Drücken eines Knopfes an einem Funksender, der am Körper getragen wird, sofort Hilfe gerufen werden kann. Das Hausnotrufsystem besteht aus zwei Einzelteilen: einer Teilnehmerstation sowie dem handlichen Notrufsender. Die Teilnehmerstation wird einfach an das Telefon angeschlossen. Der Notrufsender ist so klein, dass Sie ihn bequem am Handgelenk oder wie eine Kette um den Hals tragen können.  Eine individuelle Beratung zu diesem Thema bietet das DRK (www.drk-hausnotruf.ne).

3. Hilfen bei der Hausarbeit durch Pflege- und Hauswirtschaftsdienste

(DRK, Caritas, Diakonie, u.a.m.) Wenn der Alltag immer mehr Mühe bereitet, man ansonsten aber noch gut alleine zurechtkommt und nicht auf Pflege angewiesen ist, kann man auf viele verschiedene Dienste zurückgreifen, die einem das Leben erleichtern. Manchmal ist es nur der Einkauf oder das Putzen, das große Mühe bereitet, oder die Fahrt zum Arzt, die umständlich organisiert werden muss. Es gibt jedoch ein breites Spektrum an Angeboten, die sie sich direkt nach Hause holen können. Eine Datenbank haushaltsnaher Dienstleitungen in NRW finden sie z.B. bei der Verbraucherzentrale.

4. Inanspruchnahme einer Tagespflege.

In besonderen Einrichtungen erfolgt eine Betreuung (incl. Verpflegung) nur tagsüber. Man wohnt weiterhin zu Hause und behält seine Selbstständigkeit. Die Tagespflege ist eine Alternative zum Heimaufenthalt und entlastet gleichzeitig die pflegenden Angehörigen.

Wichtige Informationen zur Kostenübernahme

Eine Übernahme von Kosten für Umbau oder Pflegehilfsmittel durch die Kranken- oder Pflegekassen ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich:

  • Die Kosten für Pflegehilfsmittel, wie z.B. ein Pflegebett oder Hygieneartikel, übernimmt die Krankenkasse, wenn sie ärztlich verordnet wurden.
  • Wenn Sie pflegebedürftig nach dem Pflegeversicherungsgesetz eingestuft sind, können unter Umständen sowohl technische Hilfsmittel (z.B. Gehhilfen, Pflegebett, Hausnotruf) als auch bauliche Maßnahmen von der Pflegekasse finanziert werden. Ebenso können die Anpassung von Mobiliar und der Umzug in eine geeignete Wohnung bezuschusst werden.
  • Bis zu 1.995 Euro kann die Pflegekasse als Zuschuss für Maßnahmen gewähren, die die häusliche Pflege erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen. Wenden Sie sich mit einer Gesprächsanfrage oder einem formlosen Antrag an Ihre Pflegekasse.

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