Epilepsie gut behandeln UCB

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Epilepsie und Fruchtbarkeit

Fruchtbarkeit bei Frauen

Die Fruchtbarkeit von Frauen mit Epilepsie ist im Durchschnitt geringer als die der Normalbevölkerung. Einerseits hat die Epilepsie selbst einen störenden Einfluss auf den weiblichen Zyklus und andererseits haben auch antiepileptische Medikamente Auswirkungen auf den Hormonhaushalt von Frauen. Frauen mit Epilepsie leiden daher häufiger unter Menstruationsstörungen als Frauen ohne Epilepsie. So bleibt bei 15-20% der Frauen mit Epilepsie die Regelblutung aus und fast 50% der Frauen haben weitere Menstruationsstörungen, wie beispielsweise Zwischenblutungen.

Das polyzystische Ovarialsyndrom

Durch Störungen des Hormonhaushaltes kommt es bei Frauen mit Epilepsie häufig zum polyzystischen Ovarialsyndrom (PCO), eine Erkrankung, die durch zahlreiche Zysten an den Eierstöcken gekennzeichnet ist. Weitere Kennzeichen des PCO sind ein erhöhter Spiegel an männlichen Geschlechtshormonen und Zyklusstörungen, wodurch insgesamt die Fruchtbarkeit der betroffenen Frauen sinkt. 13-26% der Frauen mit Epilepsie, die keine antiepileptischen Medikamente einnehmen, haben ein PCO im Vergleich zu 6% der Frauen in der Normalbevölkerung.

Ob und welche antiepileptischen Medikamente einen Einfluss auf die Entstehung eines PCO haben, ist unklar. Möglicherweise kann ein Medikamentenwechsel positiv auf den Hormonhaushalt wirken. Allerdings sollten bei einem Medikamentenwechsel sorgfältig Anfallskontrolle und Nebenwirkungen gegenüber den erhofften Verbesserungen abgewogen werden. Als Ursache für die Entstehung des PCO spielt auch Übergewicht eine wichtige Rolle. Bei einigen antiepileptischen Medikamenten ist eine Gewichtszunahme als Nebenwirkung bekannt. Auch hier kann ein Medikamentenwechsel erwogen werden. Allerdings kann eine Gewichtsabnahme von einigen Kilogramm, die häufig bereits positiv auf den Hormonhaushalt und den Verlauf der PCO wirkt, auch durch risikolose Maßnahmen, wie Ernährungsumstellung und Ausdauersport, erreicht werden.

In Hinblick auf antiepileptische Medikamente und Kinderwunsch sollte auch das Risiko von Missbildungen beachtet werden, auf das unter Antiepileptika und Fehlbildungen genauer eingegangen wird.

Fruchtbarkeit bei Männern

Bei Männern mit Epilepsie treten häufig sexuelle Störungen, wie

  • ein Mangel oder Verlust von sexuellem Verlangen (Libidoreduktion),
  • ein Versagen genitaler Reaktionen (erektile Dysfunktion),
  • Orgasmusstörungen (Ejakulationsstörungen) und auch
  • eine verminderte Fruchtbarkeit (verminderte Fertilität, z.B. durch Veränderungen der Spermien) auf.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Teil der Beschwerden durch verschiedene krankheitsbedingte Faktoren verursacht werden, u.a. durch Temporallappenepilepsien. Ein anderer Teil beruht auf der Wirkung der zur Behandlung eingesetzten Medikamente und/oder psychologischen Faktoren wie depressiven Verstimmungen und Ängsten.

Bei vielen antiepileptischen Medikamenten ist bekannt, dass diese den Hormonhaushalt beeinflussen können. Die Wahl des Medikaments ist daher im Hinblick auf die Sexualfunktion des Mannes von Bedeutung. Falls sexuelle Schwierigkeiten auftreten, sollte ein vertrauensvolles und offenes Gespräch mit dem behandelnden Arzt geführt werden. Möglicherweise kann ein Wechsel der Medikamente die Störungen verbessern. Auch eine Epilepsieoperation kann in Betracht gezogen werden, um sexuelle Funktionsstörungen zu verbessern (auch wenn weiterhin Antiepileptika eingenommen werden müssen).

Viele Jugendliche und Erwachsene befürchten, dass ein Anfall während des Geschlechtsaktes auftreten könnte. Dies geschieht jedoch extrem selten. In der Entspannungsphase kann es manchmal zu Anfällen kommen. Ein offenes Gespräch mit dem/der PartnerIn kann Unsicherheiten beseitigen, da ein erfülltes Sexualleben zur Lebensqualität gehört.

Die Befürchtung von Männern, dass die von ihnen eingenommenen Antiepileptika zu Fehlbildungen bei ihren Kindern führen könnten, ist nach derzeitigem Wissensstand unbegründet.

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