Epilepsie gut behandeln UCB

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Single-Photon-Emissions-Computertomographie

Mit der Single-Photon-Emissions-Computertomographie (SPECT) können regionale Veränderungen der Durchblutung des Gehirns zwischen (interiktal) und während (iktal) eines epileptischen Anfalls dargestellt werden. Die SPECT-Untersuchung wird vorwiegend zur Epilepsie-Diagnostik bei Patienten vor einer Operation durchgeführt. Bei Patienten mit fehlendem Nachweis einer Veränderung der Hirnstruktur im MRT oder fehlenden Anfallsmustern im EEG kann eine SPECT-Untersuchung wertvolle Hinweise auf die epilepsieauslösende Hirnregion liefern.

Funktionsweise der SPECT-Untersuchung

Vor der SPECT-Untersuchung wird dem Patienten eine leicht radioaktiv-markierte Untersuchungssubstanz (sogenannter Tracer) injiziert. Der Tracer reichert sich an Stellen mit hoher Durchblutung im Gehirn an. Im Anfall (iktal) ist die Durchblutung des epilepsie-auslösenden Bereichs gesteigert (Hyperperfusion), während diese nach einem Anfall (postiktal) vermindert ist (Hypoperfusion). Wird der Tracer kurz vor dem Anfall injiziert, kann der epilepsie-auslösende Bereich (epileptogener Fokus) identifiziert werden. Zur Sicherheit der Diagnose kann zusätzlich eine Messung zwischen 2 Anfällen (interiktal) erfolgen. Hierbei wird eine verminderte Durchblutungsaktivität im Bereich des epileptogenen Fokus erwartet.

Ist die SPECT-Untersuchung gefährlich?

Die SPECT-Untersuchung arbeitet wie auch die PET mit radioaktivem Material und stellt somit eine geringe Strahlenbelastung für den Körper dar. Die Strahlenbelastung einer SPECT-Untersuchung ist in etwa so hoch, wie die mittlere natürliche Strahlenbelastung pro Jahr in Deutschland.

Bei der interiktalen SPECT ruht der Patient zunächst etwa 15 Minuten entspannt in einem leicht abgedunkelten Raum. Dann wird eine sehr kleine Menge der markierten Substanz in eine Armvene injiziert. Danach ruht der Patient weitere 10 Minuten. Etwa 20 Minuten nach der Injektion wird die Verteilung der Substanz im Gehirn mit Hilfe einer Kamera aufgenommen. Die Aufnahme erfolgt im Liegen und dauert etwa 45 Minuten. Dabei drehen sich die Köpfe der Kamera langsam um den Kopf des Patienten.

Bei der iktalen Perfusions-Szintigraphie muss die Injektion innerhalb der ersten Sekunden des Anfalls erfolgen. Diese Untersuchung kann daher nur bei stationärer Überwachung des Patienten in speziellen Einrichtungen erfolgen.

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