Epilepsie gut behandeln UCB

Top of this page
Skip navigation, go straight to the content

Wada-Test (IAT, intrakarotidaler Amobarbital-Test)

Der Wada-Test dient der indirekten Untersuchung von Sprach- und Gedächtnisfunktionen und gibt Aufschluss darüber, welche Hirnhälfte (Hemisphäre) des jeweiligen Patienten für diese Funktionen von Bedeutung sind. Bei dem von Dr. Wada 1949 eingeführten Test wird eine Hirnhälfte durch ein kurzwirksames Betäubungsmittel deaktiviert und z. B. die Sprachfunktion der anderen Hirnhälfte mittels Präsentation bestimmter Gegenstände und anderer neuropsychologischer Tests untersucht.

Bei der Deaktivierung handelt es sich um eine vorübergehende Betäubung einer Hirnhälfte oder umgrenzter Hirnregionen zur Prüfung der Lokalisation und Aufteilung wichtiger Hirnfunktionen (Welche Hirnhälfte übernimmt welche Aufgabe?). Vor einem epilepsie-chirurgischen Eingriff kann der Wada-Test somit Hinweise auf mögliche kurz- oder langfristige Auswirkungen des Eingriffes auf Sprach- oder Gedächtnisleistungen geben. Bei einigen Fragestellungen, wie z. B. der Sprach-Hemisphäre, kann der Wada-Test heute durch funktionelle Bildgebungsverfahren wie die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) ersetzt werden.

Funktionsweise der Wada-Test-Untersuchung

Bei der Wada-Test-Untersuchung wird ein kurzwirksames Betäubungsmittel über die rechte oder linke Halsschlagader injiziert. So kann eine Hirnhälfte für wenige Minuten ausgeschaltet werden und die Funktion der jeweils anderen Hirnhälfte geprüft werden. Zur Vorhersage motorischer Funktionen oder Gedächtnisleistungen nach einer Operation (postoperativ) können auch weitere selektive Wada-Test-Untersuchungen eingesetzt werden, bei denen bestimmte Hirnregionen ausgeschaltet werden.

Ist die Wada-Test-Untersuchung gefährlich?

Der Wada-Test ist ein invasives Verfahren, bei dem durch Injektion des Betäubungsmittels in den Körper eingedrungen wird. Es kann zu Nervenverletzungen im Bereich der Einstichstelle kommen, in seltenen Fällen kann eine Durchblutungsstörung des Gehirns hervorgerufen werden.

In den letzten Jahren sind Wada-Test-Untersuchungen kontinuierlich seltener geworden, da die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) zusammen mit neuropsychologischen Testungen diese invasive Untersuchung weitgehend ersetzt hat und nur noch in speziellen Fällen rechtfertigt.

Epi-Manager App
Epi-Manager, Epilepsie App

Jetzt kostenlos laden!

iOS-Version

Android-Version

Kostenloser Kontakt
UMFRAGE Helfen Sie uns, unsere Webseite für Sie noch weiter zu optimieren! Jetzt mitmachen! Diesen Hinweis verbergen
Vergrößern von Texten und Bildern:

Sie können Ihre Seite im Browser beliebig vergrößern oder verkleinern.

  • Vergrößern

  • Zum Vergrößern drücken Sie die Tastenkombination "Strg" und "+". Für Mac-User: "Befehl" und "+".
  • Verkleinern

  • Zum Verkleinern drücken Sie die Tastenkombination "Strg" und "-". Für Mac-User: "Befehl" und "-".