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Epilepsie und Impfungen im Kindesalter

Ob extrem seltene gesundheitlich relevante Nebenwirkungen von Impfungen zu Epilepsien führen können, ist umstritten und scheint nach dem derzeitigen Wissensstand eher unwahrscheinlich zu sein. Ein möglicher Zusammenhang zwischen Impfungen im Kindesalter und Entzündungen des Gehirns (Enzephalitiden), die zu Epilepsien führen können, wurde bisher kontrovers diskutiert. Vor kurzem hat eine australische Forschergruppe nachgewiesen, dass bei Epilepsie-Patienten, bei denen eine Impfung als Krankheitsursache galt, die Epilepsie tatsächlich auf genetische Ursachen zurückzuführen war.

Epilepsie und Impfungen im Kindesalter

Aktive Impfung

Bei der sogenannten „aktiven Impfung“, bei der die Gabe von abgeschwächten Erregern das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern anregt, kann der Körper mit Fieber reagieren, das seinerseits einen Fieberkrampf begünstigen kann. Hier reduzieren fiebersenkende Mittel, die gleichzeitig oder prophylaktisch eingenommen werden, das Risiko eines impfbedingten Fieberanstiegs. Es ist zudem nicht bekannt, dass dies langfristig zu einer Epilepsie führt.

Der gleiche Impfschutz für alle

Menschen mit Epilepsie sollten grundsätzlich denselben Impfschutz wie alle anderen Menschen erhalten. Bei Kindern sind dabei besonders Impfungen gegen Keuchhusten (Pertussis), Masern und Mumps von Bedeutung, weil diese Krankheiten ihrerseits zu Hirn-schädigungen einschließlich einer Epilepsie führen können. Auch Impfungen gegen Tetanus, Röteln, Diphtherie, Leberentzündung (Hepatitis A und B), Hirnhautentzündung durch Zeckenbiss (sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis [passiv]) sowie gegen Hämophilus influenzae (jedoch nur bis zum 6. Lebensjahr erforderlich) und Influenza- (Grippeschutz-) Impfungen werden von Kindern und Erwachsenen mit Epilepsie meist gut vertragen.

Nicht empfohlene Impfungen

Impfungen gegen Cholera, Gelbfieber, Frühsommer-Meningoenzephalitis (aktiv) und Tollwut sollten Menschen mit Epilepsie jedoch nur dann verabreicht werden, wenn sie wirklich erforderlich sind. Bei Kindern mit Epilepsie wird meist von Spritzimpfungen gegen die „Reisekrankheiten“ Typhus, Gelbfieber und Cholera abgeraten, gegen Typhus steht als Alternative eine Schluckimpfung zur Verfügung. Auch für Erwachsene mit Epilepsie sind die Indikationen dieser Spritzimpfungen zurückhaltend.

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