Epilepsie gut behandeln UCB

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Epilepsie erste Hilfe

Schnelle Hilfe im Notfall

Die meisten Menschen stehen einem epileptischen Anfall in ihrer Nähe hilflos und unwissend gegenüber. Auch wenn Außenstehende einen epileptischen Anfall als einen solchen erkennen, ist es für sie schwer zu entscheiden, ob ärztliche Hilfe notwendig ist oder nicht. Im Zweifel wird wohl jeder lieber zusätzliche Hilfe hinzuziehen, als die Gesundheit des Betroffenen zu riskieren und für eventuelle Versäumnisse bei der Hilfeleistung die Verantwortung tragen zu müssen. Letztlich wissen die meisten Menschen auch nicht, wie sie einem Betroffenen während eines Anfalls wirklich helfen können.
Grundsätzliche Maßnahmen, die man als Außenstehender ergreifen kann oder lassen sollte, haben wir hier für Sie aufgelistet:242

  • Ruhe bewahren! Epileptische Anfälle dauern in der Regel nur 3-5 Minuten und werden nur in Ausnahmen zu Notfällen
  • Den Betroffen aus einer möglichen Gefahrenzone (z.B. Schwimmbecken) bringen
  • Geschützte Lagerung des Körpers garantieren (Kopfunterlage)
  • Kein gewaltsames Festhalten!
  • Keine Gegenstände in den Mund einführen, um einen Zungenbiss zu verhindern.
  • Gegenstände, die den Betroffenen gefährden könnten (z.B. Stühle, Spielzeug) beiseite räumen
  • Enge Kleidung lockern und Brille absetzen
  • Bei dem Betroffenen bleiben bis der epileptische Anfall vorbei ist
  • Andere Umstehende beruhigen und erklären, was passiert ist.
  • Angehörige wie Eltern, Lebenspartner und den behandelnden Arzt informieren. (Eine genaue Beobachtung und Beschreibung des Anfalls sind wertvolle Informationen für den Arzt.)
  • Bei eintretender Ruhephase den Betroffenen in stabile Seitenlage bringen
  • Den Betroffenen nach dem Anfall freundlich und beruhigend ansprechen
  • Dem Betroffenen nach dem Anfall Gelegenheit zum Ausruhen geben

Je nach Form des Anfalls unter der der Betroffene leidet, kann es sinnvoll sein, den Menschen in seinem sozialen Umfeld im Falle eines Anfalls eine Hilfestellung zu geben wie sie sich am besten verhalten sollten. Da dies während des Anfalls jedoch nur schlecht möglich ist, kann eine Notfallkarte, die man ständig bei sich trägt, empfehlenswert sein. Sie sollte z.B. in der Jackentasche leicht zu finden sein und kann unter Umständen sogar vom Betroffenen selbst noch hervorgeholt werden, sofern er vor dem Anfall eine Aura wahrnimmt.

Auf dieser Karte wird vermerkt, in welcher Form die Anfälle gewöhnlich auftreten und wie die Menschen im Umfeld am besten reagieren sollten. Die Frage nach der ärztlichen Hilfe steht natürlich auch im Vordergrund. Es soll einerseits vermieden werden, dass bei einem kurzen, für den Patienten alltäglichen Anfall unnötig ein Notarzt verständigt wird. Anderseits soll bei einem länger andauernden, schwerwiegenden Anfall dem Betroffenen die notwendige ärztliche Hilfe zukommen.

Ziel ist es, durch genaue Anweisungen den helfenden Personen die Möglichkeit zu geben, richtig zu handeln und Entscheidungen zu fällen. Dadurch lassen sich unnötiger Ärger und Aufregung vermeiden, der Betroffene kann aber auch vor schwerem Schaden bewahrt werden. Hier können Sie sich Ihre persönliche Notfallkarte herunterladen, die sie ausgefüllt immer bei sich tragen können.

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  1. Elsner H. Angemessen Helfen bei epileptischem Anfall. www.izepilepsie.de, letztes Zugriffsdatum 22.05.13
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