Behandlung von Epilepsie

Wird nach ausführlicher Anamnese und Diagnostik eine Epilepsie festgestellt, ist die Anfallsfreiheit das primäre Ziel der Epilepsie-Behandlung.

Fachärzte empfehlen im Regelfall eine Behandlung mit speziellen Arzneimitteln, sogenannten Antiepileptika (auch Antikonvulsiva genannt). Mithilfe dieser Medikamente soll weiteren Anfällen vorgebeugt werden. Ohne medikamentöse Therapie besteht eine erhöhte Gefahr, dass die Anfälle in Zukunft erneut auftreten.

Können die Anfälle auch nach zwei Therapieversuchen mit geeigneten und angemessen angewendeten Medikamenten nicht befriedigend kontrolliert werden, oder spätestens nach fünf Jahren vergeblicher Therapie, sollte sich der Patient in einem Spezialzentrum untersuchen lassen, ob ein operativer Eingriff für ihn sinnvoll und möglich ist.

Neben der medikamentösen Therapie und operativen Verfahren gibt es sogenannte „komplementäre“ oder „alternative“ Therapieverfahren, deren Wirksamkeit in Studien allerdings nur eingeschränkt oder gar nicht belegt ist. Dazu gehören die Biofeedback-Therapie oder die Akkupunktur als ergänzende Maßnahmen bei erwachsenen Epilepsie-Patienten. Ein weiteres Beispiel ist die ketogene Diät, eine spezielle kohlenhydratarme, fettreiche Ernährungsform, deren Wirksamkeit bei Kindern mit bestimmten Epilepsie-Formen in Studien gezeigt wurde.