Dosierung von Antiepileptika

Bei den meisten Antiepileptika wird zu Beginn der Behandlung eine relativ niedrige Dosis eingesetzt, die schrittweise erhöht wird. Die schrittweise Dosiserhöhung (Titration) wird vorgenommen, um eventuelle Nebenwirkungen zu vermeiden. Prinzipiell sollte das Herauf-setzen der Dosis langsam erfolgen, damit der Körper sich an die neuen Dosierungen gewöhnen kann und möglichst wenige Nebenwirkungen auftreten.

Für die Kombinationstherapie sind allerdings auch neue Medikamente verfügbar. Diese können direkt ab dem ersten Behandlungstag in einer Dosierung eingesetzt werden, die zu einem Rückgang der epileptischen Anfälle bis hin zur Anfallsfreiheit führen kann, bei allgemein guter Verträglichkeit.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt auch über die Einnahme sämtlicher zusätzlicher Medikamente, wie die Pille, Antibiotika oder Herz-Kreislauf-Medikamente, da diese Wechselwirkungen mit Antiepileptika hervorrufen können. Einerseits können diese Medikamente die Konzentration der Antiepileptika erhöhen oder senken. Aber auch umgekehrt kann die Wirkung bei einigen Medikamenten durch Antiepileptika aufgehoben werden.

Die Therapietreue entscheidet über Therapieerfolg

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Wichtig für den Therapieerfolg ist die Therapietreue des Patienten (Compliance oder Adhärenz). Dies bedeutet, dass der Patient seine Medikamente regelmäßig, wie vom Arzt verordnet, einnimmt und die Therapie nicht unterbricht oder vorzeitig abbricht. Eine geringe Therapietreue ist häufig die Ursache für eine unzureichende Anfallskontrolle in der Epilepsie-Behandlung und kann schwerwiegende Folgen haben. Eine zuverlässige Wirkung der Antiepileptika ist aber nur dann möglich, wenn der Wirkstoff immer in einer wirksamen Konzentration im Gewebe vorhanden ist. Zu hohe Konzentrationen können zu Nebenwirkungen führen. Bei zu geringen Konzentrationen kann die antiepileptische Wirkung nicht mehr gewährleistet werden. Dann kann es wieder zu Anfällen, Stürzen, Verletzungen und anderen Folgen kommen. Achten Sie darum auf die regelmäßige Einnahme Ihrer Medikamente und besprechen Sie jegliche Änderungen erst mit Ihrem Arzt.

Ein oftmals angeführter Grund für Therapieabbrüche sind auftretende Nebenwirkungen. Dazu zählen unter anderem Müdigkeit, Schwindel, Sehen von Doppelbildern, Gewichtsabnahme oder -zunahme und Hautausschlag. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn unerwünschte Nebenwirkungen auftreten und Sie sich unter der Medikation nicht wohl fühlen. Es gibt alternative Antiepileptika, die eventuell von Ihnen besser vertragen werden und stattdessen eingesetzt werden können.