Operative Behandlung

Epilepsie-Patienten können ihre Erkrankung mit der Einnahme von Medikamenten in vielen Fällen bereits zufriedenstellend behandeln.

Reicht die medikamentöse Therapie nicht aus oder beeinträchtigen die eingenommenen Arzneimittel stark die Lebensqualität des Betroffenen, ist in einigen Fällen eine Operation (Epilepsiechirurgie) sinnvoll.

Bedingungen für die Epilepsie-Chirurgie

hand hält eine kugel mit gezeichnetem menschen

Grundsätzlich sollte eine epilepsiechirurgische Therapie erwogen werden, wenn bei einem Patienten eine sogenannte Pharmakoresistenz vorliegt, spätestens nach fünf Jahren vergeblicher Therapie. Von Pharmakoresistenz spricht man, wenn sich die epileptischen Anfälle nicht durch mindestens zwei geeignete, ausreichend hoch und lange dosierte Arzneimittel nacheinander oder in Kombinationstherapie kontrollieren lassen. In Spezialzentren kann umfassend geprüft werden, ob eine Operation durchgeführt werden kann und diese erfolgsversprechend ist. Sind alle Bedingungen erfüllt, kann eine frühe Entscheidung für eine Operation den Verlauf des Lebens eines Epilepsie-Patienten positiv beeinflussen.

Formen der Epilepsiechirurgie

Es gibt verschiedene operative Behandlungsmethoden:

  • Stimulationsverfahren
  • Chirurgische Verfahren

Bei den chirurgischen Verfahren unterscheidet man die heilende (kurative) oder ursächliche (kausale) Epilepsie-Chirurgie von der lindernden (palliativen) Chirurgie. Letztere hat eine Besserung der Erkrankung, nicht aber die Anfallsfreiheit zum Ziel.