medikamentenplan mit stethoskop
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Die Erkältungswelle rollt! Welche Medikamente passen zu meiner Therapie?

Glücklich ist, wer ohne Husten, Schnupfen oder Heiserkeit durch den Winter kommt. Doch für die meisten ist mindestens eine Erkältung pro Jahr normal. Häufig folgt dann der Griff in den Medikamentenschrank oder der Gang in die Apotheke. Gerade in dieser Situation sollten Menschen mit Epilepsie einen wichtigen Tipp beachten:

„Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!“

Denn in Erkältungsmitteln können Substanzen enthalten sein, die eventuell zu Wechselwirkungen mit Antiepileptika führen. Ein Beispiel ist Paracetamol. Wird es über mehrere Tage in hoher Dosierung gemeinsam mit Lamotrigin eingenommen, kann das ein Absenken des Lamotrigin-Spiegels bewirken. Dadurch kann es passieren, dass das Antiepileptikum nicht mehr zuverlässig wirkt.

Wechselwirkungen: Was steckt dahinter?

Grund für Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Substanzen – sogenannte Interaktionen – ist in vielen Fällen die gemeinsame Nutzung bestimmter Enzymsysteme in der Leber. So kann die Einnahme einiger Präparate zu einer Aktivierung bestimmter Leberenzyme führen, mit der Folge, dass das Antiepileptikum schneller abgebaut wird. Ein erhöhter Arzneimittelspiegel ist möglich, wenn die Leberenzyme von den anderen Substanzen in ihrer Aktivität gebremst werden, sodass der Abbau des Antiepileptikums erst langsamer erfolgen kann.

Neuere Antiepileptika zeichnen sich häufig dadurch aus, dass sie seltener zu Interaktionen führen und in der Regel gut verträglich sind. Daher ist in den meisten Fällen die Behandlung einer „Schnupfennase“ auch für Menschen mit Epilepsie gut möglich. Dennoch ist auch hier die Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker immer sinnvoll.

Zuverlässige Hilfe aus dem Kräutergarten der Natur?

schale mit frischen kräutern

Auch bei pflanzlichen Arzneimitteln (Phytopharmaka) ist Vorsicht geboten. Die Extrakte aus Heilpflanzen können die Wirkung anderer Medikamente genauso verstärken oder abschwächen wie andere Substanzen. Insgesamt sind Wechselwirkungen mit Phytopharmaka sehr komplex und häufig nur ansatzweise bekannt.

Antiepileptika und Antibiotika

Etwas besser untersucht sind die Wechselwirkungen mit Antibiotika. Das ist sehr hilfreich für den Arzt. Denn wenn eine Erkältung länger als eine Woche anhält, kann es sein, dass der Arzt den Einsatz eines Antibiotikums für erforderlich hält. Beispielsweise kann Ciprofloxazin – ein Antibiotikum, das u.a. bei Atemwegsinfektionen eingesetzt wird – die Wirksamkeit von Phenytoin und Carbamazepin beeinflussen.

Hilfreich in solchen Situationen ist ein Medikationsplan. Sie erhalten diesen, wenn Sie drei oder mehr Medikamente täglich einnehmen müssen. Auf dem Plan werden alle Medikamente eingetragen. Ihr Arzt kann dann im Falle einer erforderlichen Antibiotikatherapie sofort überprüfen, welcher Wirkstoff für Sie geeignet ist.

Besser vorbeugen? Auch das ist möglich!

Sollten Sie an einer Grippeschutzimpfung interessiert sein, informieren Sie bitte den Arzt zuvor über Ihre Behandlung mit Antiepileptika. Denn: Auch eine Grippeschutzimpfung kann eine Impfreaktion auslösen, die wiederum ebenso wie eine Grippeinfektion selbst, Krampfanfälle begünstigen kann.

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