Weihnachtsessen mit der Familie
Weihnachtsessen mit der Familie

Epilepsie und der Genuss von Alkohol

Das Festessen mit der Familie, der Silvesterabend mit Freund:innen, gemütliche Adventssonntage bei Plätzchen und Stollen: Gelegenheiten für ein gemütliches Zusammentreffen und gutes Essen gibt es gerade im Dezember mehr als genug. Für viele Menschen gehört dann, aber auch bei vielen anderen Gelegenheiten, das Glas Wein, Bier oder Sekt einfach dazu. So gaben in einer Studie etwa neun von zehn Menschen (89 %) an, in den zurückliegenden zwölf Monaten Alkohol konsumiert zu haben.

Frau lehnt Alkohol ab

Keine Anfälle bei gemäßigtem Alkoholgenuss?

Deutlich zurückhaltender scheinen hingegen Menschen mit Epilepsie mit dem Genussmittel umzugehen. So leben einer (nicht repräsentativen) Befragung zufolge immerhin 34 % der Betroffenen abstinent, etwa 66 % gaben an, in den zurückliegenden zwölf Monaten Alkohol getrunken zu haben. Dennoch sind viele Menschen mit Epilepsie verunsichert, wie sich Alkohol auf ihre Erkrankung auswirkt und ob dadurch Anfälle ausgelöst werden können, wollen aber auch nicht immer „Nein“ sagen müssen, wenn bei den verschiedensten Anlässen alkoholische Getränke angeboten werden.

Die gute Nachricht ist: Bei den meisten Menschen mit Epilepsie (rund 80 %), die in der oben genannten Befragung angegeben hatten, im zurückliegenden Jahr Alkohol getrunken zu haben, schienen keine mit dem Alkoholkonsum in Zusammenhang stehenden Anfälle aufgetreten zu sein. Die meisten der Befragten (72 %) hatten allerdings berichtet, nur gelegentlich oder wenig Alkohol zu trinken.

Graphik mit den Organen des Menschen

Die Dosis macht das Gift

Eine Verschlechterung des Anfallsgeschehens, die mit dem Genuss von Alkohol in Zusammenhang stand, gaben bei der Befragung 18 % der Teilnehmer:innen mit Alkoholkonsum an. Alle Betroffenen hatten eigenen Angaben zufolge vor dem Auftreten der Alkohol-assoziierten Anfälle größere Mengen Alkohol (äquivalent zu 1,4 l Bier oder 0,7 l Wein) getrunken. Allerdings gilt es hier zu beachten, dass auch ein moderater, aber regelmäßiger Genuss von Alkohol generell als gesundheitsschädlich gilt.

Entsprechend empfiehlt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) beispielsweise Frauen, pro Tag nicht mehr als 12 g reinen Alkohol zu trinken. Das entspricht etwa 0,3 l Bier oder 0,15 l Wein/Sekt oder circa 4 cl einer Spirituose. Für Männer liegt die Grenze für einen risikoarmen Alkoholkonsum bei 24 g reinem Alkohol. Andernfalls drohen gesundheitliche Schäden, beispielsweise an der Leber. An mindestens zwei bis drei Tagen pro Woche sollte laut DHS gänzlich auf Alkohol verzichtet werden, um eine Gewöhnung zu vermeiden.

Junge Frau ist unausgeschlafen

Schlechter Schlaf und andere Nebenwirkungen

Doch nicht nur Alkohol kann sich negativ auf das Anfallsgeschehen bei Epilepsie auswirken. Wer feiert, ausgeht und sich mit Freund:innen trifft, geht meist später ins Bett als üblich. Schlafmangel wiederum kann das Auftreten von Anfällen fördern. Dazu kommt, dass der Konsum von Alkohol oft zu unruhigem und häufig unterbrochenem Schlaf führt, was ebenfalls Anfälle begünstigen kann.

Nicht zuletzt nehmen Menschen mit Epilepsie meist Medikamente ein, weshalb sie empfindlicher auf Alkohol reagieren können als andere. So können sich die berauschende und zugleich sedierende Wirkung von Alkohol und die Wirkung der Epilepsiemedikamente gegenseitig verstärken. Mäßiger Alkoholkonsum verändert zwar in der Regel nicht den Blutspiegel der meisten Epilepsiemedikamente, es kann aber zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen kommen.

Alles in allem müssen Menschen mit Epilepsie also nicht generell abstinent leben. Wichtig ist vielmehr ein eigenverantwortlicher und moderater Umgang mit Alkohol. Für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen, gibt es aber auch viele leckere, alkoholfreie Alternativen, mit denen sich gut anstoßen lässt und das Feiern mindestens genauso viel Spaß macht!

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