ein junges mädchen mit epilepsie schaut durch eine lupe
ein junges mädchen mit epilepsie schaut durch eine lupe

Gleich passiert's – individuelle Warnzeichen für einen epileptischen Anfall

Ein Kribbeln in der Hand, Punkte und Muster im Blickfeld oder ein komisches Gefühl im Bauch – die Empfindungen, die einem epileptischen Anfall vorausgehen können, sind sehr unterschiedlich. Erfahren Sie hier mehr über diese Signale des Körpers, die Ihnen vielleicht nur allzu gut bekannt sind, und wie Sie diese vielleicht sogar für sich nutzen können.

Patienten, die Veränderungen vor einem Anfall bemerken, erleben diese häufig als willkürlich und zufällig. Doch oft lohnt es sich, die Anzeichen genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn wenn Sie die Signale Ihres Körpers richtig interpretieren können, gibt Ihnen das möglicherweise die Zeit, sich vor dem Anfall hinzusetzen oder hinzulegen, um eventuellen Verletzungen vorzubeugen.

Ein epileptischer Anfall kann sich ankündigen. Vorahnungen, die bereits Stunden oder Tage vor einem epileptischen Anfall in Form von Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Unruhe, Appetitlosigkeit oder Stimmungsschwankungen aufkommen, werden Prodrom genannt. Hiervon abzugrenzen ist die Aura als Vorbote unmittelbar vor dem sichtbaren Anfall. Die Aura kann aber auch Teil des Anfalls oder auch der Anfall selbst sein. Auftretende Auren bieten dem Betroffenen die Möglichkeit, aktiv gegen epileptische Anfälle vorzugehen.

Aura – bei den alten Griechen

Aura, was aus dem Griechischen übersetzt so viel wie ,,Hauch“ bedeutet, ist bereits seit fast 2000 Jahren ein medizinischer Begriff. Seit den Zeiten des antiken Arztes und Anatomen Galen (ca. 100 nach Chr.) bezeichnen Ärzte als Aura alle den Anfall ankündigenden Empfindungen. Sie kommen nur bei fokalen Anfällen vor, also wenn der Anfall von einem Herd ausgehend sich ausbreitet.

Arten von Auren

fotomontage eines gesichts und wolken, die eine aura darstellen soll

Auren sind individuell, weisen aber für den Einzelnen häufig eine bestimmte Eigenschaft auf. In der Regel verändert sich die Art der Aura eines Betroffenen nicht. Auren und die damit einhergehenden Symptome können somit Aufschluss über den Anfallsherd geben. Oft gehen sie zu Beginn mit Sinnesempfindungen oder psychischem Wahrnehmungen einher.

Verschiedene Formen der epileptischen Auren sind:

  • Somatosensible Auren: Kribbel-Empfindungen, die meist von einer Hand oder Gesichtshälfte ausgehen
  • Visuelle Auren: Optische, teilweise blinkende Punkte oder Muster, die auf einer Seite des Gesichtsfeldes erscheinen und zur Mitte hinwandern
  • Auditive Auren: Wahrnehmungen von einfachen Tönen und Geräuschen bis hin zum Hören von Stimmen oder Melodien, sie kommen eher selten vor
  • Epigastrische Auren: Häufigste Auren, die mit einem seltsamen Gefühl im Bauchraum einhergehen
  • Olfaktorische und gustatorische Auren: Gehen mit Geruchshalluzinationen bzw. Geschmacksempfindungen (meist unangenehm) einher

Besonders epigastrische Auren können mit negativen Gefühlen, wie Beklemmung einhergehen, die sich zu einer regelrechten Angst ausweiten können.
Bei manchen Patienten kommen auch Illusionen (Déjàvu-Erlebnisse, verzerrte Raum- oder Zeitwahrnehmungen) und Halluzinationen vor.

Werden Sie Ihr eigener Experte

frau im sessel mit epilepsie schaut sich ein arztvideo auf dem laptop an

Gehören Sie zu jenen, die spüren, wenn sich ein Anfall ankündigt? Das könnte Ihnen nützlich sein: Denn manche Patienten mit einer Aura haben die Chance, beginnende Anfälle mit bestimmten Verhaltensweisen zu beeinflussen. Anfälle können dadurch eventuell verzögert oder bestenfalls sogar verhindert werden. Hierfür müssen Sie sich sehr intensiv mit Ihrer Epilepsie auseinandersetzen, um spüren zu lernen, in welcher Weise sich ein Anfall bei Ihnen ankündigt. Auf dieser Basis können Sie eine Verhaltensstrategie entwickeln, um Ihren Anfällen entgegenzuwirken. Dies erfordert Geduld und fachkundige Unterstützung.

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