Stühle im Wartezimmer während Pandemie
Stühle im Wartezimmer während Pandemie

Online in die Arztpraxis – Das neue Normal?

Seit mehr als einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie nun schon unser Alltagsleben. Die damit einhergehenden Herausforderungen wie Kontaktbeschränkungen, Kurzarbeit und Zukunftsängste zerren an den Nerven der meisten von uns und lassen Gefühle von Hilflosigkeit und Niedergeschlagenheit aufkommen. Bei Menschen mit Epilepsie können veränderte Tages- und Schlafrhythmen und Stress jedoch die Anfallskontrolle beeinträchtigen.

Auf der anderen Seite führen verschärfte Hygienemaßnahmen in Praxen und die Angst vieler Patienten, sich anzustecken, zu einem reduzierten Sprechzeitenangebot beziehungsweise weniger Besuchen bei Ärzten. Entwicklungen, die vor allem für Menschen mit einer chronischen Erkrankung problematisch sein können, sind sie doch auf regelmäßige Untersuchungen, eine kontinuierliche Versorgung mit Medikamenten und im Fall einer Verschlechterung der Symptome (z. B. eine gesteigerte Anfallsfrequenz) oder bei Nebenwirkungen der Medikamente auf ärztliche Hilfe angewiesen.

Stühle im Wartezimmer während Pandemie

Online auf die Ferne Kontakt halten

Eine gute Möglichkeit, auch auf die Ferne Kontakt mit dem behandelnden Arzt zu halten, bietet die Telemedizin. Diese ist im Bereich der Epilepsie schon relativ lange etabliert – bislang aber vor allem zum Austausch zwischen niedergelassenen Neurologen und spezialisierten Epilepsieeinrichtungen. Seit Beginn der Pandemie bieten jedoch immer mehr Ärzte ihren Patienten die Möglichkeit einer Videosprechstunde an.

Für Patienten liegen die Vorteile auf der Hand: So lässt sich in Zeiten der Pandemie nicht nur das Ansteckungsrisiko in der Praxis und auf dem Weg dorthin minimieren. Telemedizin spart auch Zeit, vor allem, wenn die Arztpraxis oder das Epilepsiezentrum weiter entfernt sind. Und sie kommt all jenen Patienten zugute, die nicht fahrtauglich und/oder aufgrund von Begleiterkrankungen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Andererseits sind via Bildschirm natürlich keine klinischen Untersuchungen wie ein Bluttest oder Elektroenzephalogramm (EEG) möglich. Doch solche Maßnahmen sind ja nicht bei jedem Arztbesuch notwendig.

Arzt während der Videosprechstunde

Keine besondere Technik erforderlich

Mag der digitale Besuch beim Arzt zumindest anfangs noch gewöhnungsbedürftig und fremd erscheinen, rein technisch gesehen ist eine solche Videosprechstunde jedenfalls ganz einfach zu buchen und durchzuführen. Sie benötigen dazu lediglich eine Internetverbindung und ein internetfähiges Gerät mit Bildschirm, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher (z. B. Smartphone, Tablet, Laptop). Eine spezielle Software ist nicht notwendig, denn die eigentliche Technik läuft über einen zertifizierten, vom Arzt ausgewählten Dienstleister, der besondere Sicherheitsanforderungen erfüllen muss.

Buchen können Sie eine Videosprechstunde direkt beim eigenen Haus- oder Facharzt (z. B. telefonisch), sofern er diesen Service anbietet. Ist dies nicht der Fall, können Sie sich auch an einen anderen Arzt wenden (was bei einer so komplexen Erkrankung wie der Epilepsie allerdings nicht ratsam ist).

Frau mit Notebook und Headset

Verschiedene Portale listen Ärzte auf, die Online-Sprechstunden anbieten. Meist kann man über diese Portale auch gleich einen Termin buchen. Wichtig zu wissen: Egal, ob Sie einen Termin bei Ihrem angestammten oder einem anderen Arzt mit Kassenzulassung vereinbaren, für gesetzlich Versicherte sind diese Sprechstunden eine Kassenleistung. Ihre Krankenversichertenkarte genügt als Eintrittskarte.

Willkommen im Online-Wartezimmer!

Ist der Termin vereinbart, erhalten Sie von der Arztpraxis die Internetadresse des Videodienstanbieters und einen Einwahlcode für die Sprechstunde. Etwa zehn Minuten vor dem Termin wählen Sie sich mit diesem auf der angegebenen Internetseite ein. Dies sollte möglich sein, ohne ein eigenes Konto (Account) anlegen zu müssen.

Beim Einwählen wird außerdem Ihr Name abgefragt und es erfolgt ein kurzer Techniktest. Ist alles in Ordnung, werden Sie ins Online-Wartezimmer geführt, von wo Ihr Arzt Sie dann aufruft, wenn die Sprechstunde beginnt. Das eigentliche Gespräch läuft dann ähnlich ab wie in der Praxis. Danach melden Sie sich von der Internetseite wieder ab.

Frau macht Sport via Onlinekurs

Neben Ärzten dürfen während der Corona-Pandemie auch logopädische, ergo-, physio- und psychotherapeutische Sitzungen online abgehalten oder angeleitet werden, sofern diese ärztlich verordnet wurden, aus therapeutischer Sicht stattfinden können und der Patient der virtuellen Form zugestimmt hat. Auch Präventionskurse können online und auf Kosten der Krankenkassen in Anspruch genommen werden, sofern sie entsprechend zertifiziert sind und aufgrund von Kontaktbegrenzungen nicht vor Ort durchgeführt werden können.

Doch auch unabhängig von der Corona-Situation bietet Telemedizin gerade für Patienten, die nicht so mobil sind, aber auch für Menschen aus dem ländlichen Umfeld viele Möglichkeiten, medizinisch betreut zu werden. Deshalb: Probieren Sie den Online-Besuch beim Arzt doch einfach mal aus!

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