junge frau mit epilepsie umarmt von hinten ihren freund
junge frau mit epilepsie umarmt von hinten ihren freund

Epilepsie und Partnerschaft

Für jeden Menschen spielen Liebe, Partnerschaft und Sexualität eine wichtige Rolle im Leben. Lange Zeit wurde Menschen mit Epilepsie davon abgeraten, zu heiraten oder eigene Kinder zu bekommen, doch inzwischen hat sich zum Glück vieles verändert. Heutzutage sind Partnerschaft und Familie für Menschen mit Epilepsie genauso selbstverständlich und elementar wie bei Nicht-Betroffenen, auch wenn manchmal der Umgang mit speziellen krankheitsbedingten Problemen nicht ganz einfach ist.

Die Erkrankung nicht verheimlichen

Sicherlich überlegen einige Betroffene, ob und wann sie dem Partner von der Erkrankung erzählen sollen, sofern dieser nicht von Anfang an darüber Bescheid weiß. Sie haben Angst vor möglichen Konsequenzen, insbesondere wenn es sich um eine noch junge Partnerschaft handelt. Eine generelle Empfehlung hierfür kann nicht gegeben werden, da die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt von unterschiedlichen Faktoren abhängt, wie z.B. Schwere der Erkrankung, die Ernsthaftigkeit und Vertrautheit der Beziehung sowie der Charakter des Partners. Der Betroffene sollte die Entscheidung „Wann sage ich es meinem Partner?“ nicht zu lange herauszögern. Wenn der Partner einen epileptischen Anfall miterlebt, ohne zuvor darüber informiert zu sein, wird er womöglich geschockt und enttäuscht über das mangelnde Vertrauen sein.

Unterstützung durch den Partner

junges paar schauen sich verträumt in die augen

Es gibt mehrere Gründe, warum der Partner über die Erkrankung Bescheid wissen sollte. So ist es für den Betroffenen eine Erleichterung, über seine Beschwerden reden zu können. Das Gefühl, nicht allein mit der Krankheit zu sein, gibt Kraft und Zuversicht. Darüber hinaus kann der eingeweihte Partner dem Betroffenen in einer Anfallssituation helfen. Um eine Überforderung des Partners bei einem Anfall zu vermeiden, ist es wichtig, sich gemeinsam über Erste-Hilfe-Maßnahmen zu informieren bzw. zu wissen, wie man sich im Falle eines Anfalls verhalten soll.

Die Erkrankung akzeptieren

Generell sollten beide Partner die Erkrankung akzeptieren. Hierzu gehört, dass sie lernen müssen, mit möglichen Anfällen in der Öffentlichkeit zu leben. Auch sollte in der Partnerschaft besprochen werden, welche Einschränkungen, z. B. beim Sport oder bei anderen Freizeitaktivitäten, beachtet werden müssen. Der Partner und natürlich auch der Betroffene selbst müssen zu der Erkrankung stehen und selbstbewusst mit ihr umgehen.

Unnötige Hilfe unterlassen

Eine Partnerschaft sollte nicht aufgrund einer Erkrankung geführt oder aufrechterhalten werden, sondern weil man den anderen Menschen liebt, so wie er ist. Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die sich bewusst oder unbewusst einen schwächeren Lebensgefährten suchen und diesen dann bemuttern oder teilweise auch bevormunden. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass Betroffene von Anfang an mit ihrem Partner über die Rollen sprechen und diesem mitteilen, dass ein „Bemuttern“ nicht erwünscht ist!

Auswirkungen auf Sexualität

Menschen mit Epilepsien können auch unter Sexualproblemen leiden. Die Ursachen für diese Probleme sind ganz unterschiedlich. So scheinen Personen, die an bestimmten Epilepsieformen leiden, wie beispielsweise einer Temporallappen-Epilepsie mit komplexen fokalen Anfällen, häufiger Sexualprobleme zu haben, als Menschen mit anderen Epilepsieformen. Dabei wird häufiger von einer Hyposexualität (vermindertes oder fehlendes Interesse an Sexualität, verminderte Erregbarkeit, etc.) berichtet, als von einer Hypersexualität (krankhaft sexuelles Verlangen). Auch bestimmte antiepileptische Medikamente können sich negativ auf die Lust und sexuelle Potenz auswirken, wobei ein Medikamentenwechsel hierbei helfen kann. Meist sind jedoch psychische oder psychosoziale Probleme die Ursache für eine verminderte Libido.

Die Angst vor dem Anfall während des Geschlechtsverkehrs ist zumeist unbegründet

Viele Epilepsie-Patienten fürchten sich davor, während des Geschlechtsverkehrs einen epileptischen Anfall zu erleiden und den Partner durch diese möglicherweise abschreckende Situation zu verlieren. Sie stellen oftmals die Frage, ob sexuelle Aktivität anfallsfördernd ist. Zur ihrer Beruhigung lässt sich sagen, dass sich sexuelle Aktivität in der Regel weder anfallsfördernd noch negativ auf den Verlauf einer Epilepsie auswirkt. Eher das Gegenteil ist der Fall. Liebe, Partnerschaft und auch Sexualität sind in einer harmonischen Beziehung sehr wichtig und wirken sich positiv auf das seelische Gleichgewicht und somit auch auf das Anfallsgeschehen aus. Für den Aufbau einer harmonischen Beziehung ist es entscheidend, dass der nicht betroffene Partner ausreichend über die Erkrankung informiert ist und mögliche Probleme frühzeitig miteinander besprochen werden.

Newsletter

 

Unser kostenloser Epilepsie aktuell Newsletter informiert Sie über Neuigkeiten aus dem Bereich Epilepsie.

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin

War dieser Artikel hilfreich?

Bedingungen

Sie stimmen dem Erhalt des Epilepsie aktuell Newsletter der UCB Pharma GmbH zu. Der Epilepsie aktuell Newsletter wird per E-Mail verschickt und enthält Informationen zu Themen aus dem Bereich Epilepsie.

Ihre personenbezogenen Daten werden ausschließlich für den Zweck der Newsletter-Zusendung durch die UCB Pharma GmbH erhoben,
verarbeitet und genutzt. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Zu statistischen Zwecken führen wir anonymisiertes Link-Tracking durch.
Ein Rückschluss auf einzelne Empfänger ist nicht möglich.

Um den Missbrauch von E-Mail-Adressen zu verhindern, müssen Abonnenten die Bestellung unseres Newsletters in einem
automatisierten Prozess per E-Mail bestätigen (Double-Opt-In).

Sie können jederzeit Ihre Einwilligung für die Zusendung des Epilepsie aktuell Newsletter mit Wirkung für die Zukunft unter dieser Adresse oder
dem in jedem Newsletter angegebenen Abmelde-Link widerrufen. Ein Widerruf ist auch
per E-Mail an UCBCares.DE@ucb.com
oder durch Zusendung einer Nachricht an unser Kundenservice-Center UCBCares™, entweder postalisch an:
UCB Pharma GmbH, Alfred-Nobel-Str. 10, 40789 Monheim oder per Telefax an: 02173 48 4841 möglich.

Bedingungen

Sie stimmen dem Erhalt des Epilepsie aktuell Newsletter der UCB Pharma GmbH zu. Der Epilepsie aktuell Newsletter wird per E-Mail verschickt und enthält Informationen zu Themen aus dem Bereich Epilepsie.

Ihre personenbezogenen Daten werden ausschließlich für den Zweck der Newsletter-Zusendung durch die UCB Pharma GmbH erhoben,
verarbeitet und genutzt. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Zu statistischen Zwecken führen wir anonymisiertes Link-Tracking durch.
Ein Rückschluss auf einzelne Empfänger ist nicht möglich.

Um den Missbrauch von E-Mail-Adressen zu verhindern, müssen Abonnenten die Bestellung unseres Newsletters in einem
automatisierten Prozess per E-Mail bestätigen (Double-Opt-In).

Sie können jederzeit Ihre Einwilligung für die Zusendung des Epilepsie aktuell Newsletter mit Wirkung für die Zukunft unter dieser Adresse oder
dem in jedem Newsletter angegebenen Abmelde-Link widerrufen. Ein Widerruf ist auch
per E-Mail an UCBCares.DE@ucb.com
oder durch Zusendung einer Nachricht an unser Kundenservice-Center UCBCares™, entweder postalisch an:
UCB Pharma GmbH, Alfred-Nobel-Str. 10, 40789 Monheim oder per Telefax an: 02173 48 4841 möglich.