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Magnetenzephalographie

Die Magnetenzephalographie (MEG) ist ein Verfahren, anhand dessen die magnetischen Signale des Gehirns erfasst werden können. Im Gegensatz zur Elektroenzephalographie (EEG) kann eine MEG auch schwache magnetische Felder in tieferen Hirnregionen nachweisen, so dass epileptische Aktivitäten im Gehirn räumlich besser lokalisiert werden können.

Funktionsweise der MEG-Untersuchung

Die elektrische Aktivität der Nervenzellen des Gehirns erzeugt schwache magnetische Felder. Mit Hilfe von Sensoren können diese magnetischen Felder aufgezeichnet werden. Bei der MEG-Untersuchung werden empfindliche Magnetfeldsensoren möglichst nah am Kopf des Patienten positioniert. Eine Abschirmkammer dämpft zudem den Einfluss von störenden Magnetfeldern der Umgebung.

Die bei der Untersuchung gewonnenen Daten werden anschließend digitalisiert und computergestützt ausgewertet. Um die Ergebnisse der MEG-Untersuchung individuell auswerten zu können, werden die Daten mit den Befunden einer bildgebenden MRT abgeglichen und ermöglichen so eine dreidimensionale Darstellung der elektromagnetischen Aktivität des Gehirns. Dadurch kann festgestellt werden, in welcher Hirnregion die epileptische Aktivität abläuft.

Ist die MEG-Untersuchung gefährlich?

Wie die nicht-invasive EEG-Untersuchung ist auch die MEG-Untersuchung ungefährlich. Eine MEG-Untersuchung, auch in Kombination mit einer nicht-invasiven EEG-Untersuchung, kann unter Umständen die Notwendigkeit einer risikoreicheren invasiven Untersuchung reduzieren. Dadurch wird in einigen Fällen ein für den Patienten schonenderes Verfahren ermöglicht.

Die MEG ist allerdings kein Routineverfahren und kommt lediglich in einigen Epilepsiezentren zum Einsatz.