Positronenemissions­tomographie

Die Positronenemissionstomographie (PET) zählt wie die SPECT (Single-Photonen-Emissions-Computertomographie) zu den bildgebenden nuklearmedizinischen Untersuchungsmethoden. Anhand der Verteilung von schwach radioaktiv markierten Substanzen werden Stoffwechselvorgänge abgebildet. In der Epilepsie-Diagnostik wird die PET nicht standardmäßig eingesetzt.

Vor geplanten Operationen werden PET allerdings häufig eingesetzt, um die anfallsauslösenden Bereiche des Gehirns zu identifizieren. Während eines Anfalls ist die Stoffwechsel-Aktivität der betroffenen Gehirnareale erhöht (Hypermetabolismus), wohingegen diese zwischen Anfällen vermindert ist (Hypometabolismus) und eine Unterscheidung durch die PET ermöglicht wird.

Funktionsweise der PET-Untersuchung

Zur Messung der Stoffwechsel-Aktivität im Gehirn wird dem Patienten ca. 60 Minuten vor der Untersuchung eine Lösung mit radioaktiv markierten Zuckermolekülen (Glukose) intravenös gespritzt. Der radioaktiv markierte Zucker reichert sich im Gehirn an Stellen hoher Stoffwechselaktivität an. In anfallsauslösenden Bereichen wird wenig Zucker angereichert. Die unterschiedliche radioaktive Strahlung der verschiedenen Hirnbereiche wird mit dem PET-Scanner erfasst und zu Schnittbildern verarbeitet.

Ist die PET-Untersuchung gefährlich?

Durch die Verwendung von radioaktiv markiertem Material besteht bei der Untersuchung eine gewisse Strahlenbelastung für den Körper. Die verwendeten radioaktiv markierten Substanzen zerfallen im Sinne der Radioaktivität allerdings schnell, sodass die Strahlenbelastung sehr gering und von kurzer Dauer ist. Nebenwirkungen wie Medikamentenunverträglichkeiten oder Allergien sind extrem selten.