Single-Photonen-Emissions-Computer-Tomographie

Die Single-Photonen-Emissions-Computertomographie (SPECT), auch Hirnperfusionsszintigrafie genannt, ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur bildlichen Darstellung des regionalen Blutflusses im Gehirn. Der Blutfluss oder die Durchblutung des Gehirns verändert sich relativ zu einem epileptischen Anfall. So zeigt sich während eines Anfalls (iktal) eine vermehrte Durchblutung der anfallsauslösenden Hirnregion (Hyperperfusion) und zwischen Anfällen (interiktal) eine geringere Durchblutung (Hypoperfusion). Die SPECT wird ähnlich zur PET vorwiegend bei Patienten vor einer Operation durchgeführt.

Funktionsweise der SPECT-Untersuchung

Zur Vorbereitung der SPECT wird dem Patienten eine leicht radioaktiv-markierte Untersuchungssubstanz (sogenannter Tracer) injiziert. Der Tracer reichert sich an Stellen mit hoher Durchblutung im Gehirn an.

Der weitere Ablauf ähnelt dem der PET-Untersuchung.

Ist die SPECT-Untersuchung gefährlich?

Die SPECT-Untersuchung erfordert, wie auch die PET, die Verwendung von radioaktiv- markiertem Material und stellt eine geringe Strahlenbelastung für den Körper dar. Wie auch bei der PET zerfallen die verwendeten radioaktiv-markierten Substanzen schnell, sodass die Strahlenbelastung für den Patienten von kurzer Dauer und gering ist.

Die SPECT-Aufnahme ist schmerzfrei und dauert etwa 35 Minuten.