Epilepsie Anlaufstellen

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Viele Menschen mit Epilepsie fühlen sich mit ihrer Krankheit allein gelassen. Besonders unmittelbar nach der Diagnose, in gesundheitlichen Krisen oder persönlichen Notsituationen suchen viele Betroffene Informationen, Austausch und Hilfe. Um sich mit der eigenen Situation auseinanderzusetzen, Fragen zu klären und professionelle Hilfe zu erhalten, gibt es zahlreiche Anlaufstellen.

Im Folgenden hat unsere Patientenboschafterin Sarah für Sie einige Links zur Frage nach Behandlungsorten, Beratungsstellen, Psychologischer Hilfe, Beruf und Teilhabe sowie nach Selbsthilfegruppen zusammengestellt.

Epilepsie Behandlungsorte

Eine umfassende Übersicht zu Behandlungsorten mit speziellem Epilepsie-Know-how listet die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie auf. So hat sie z.B. 1998 eine Definition von Schwerpunktpraxen aufgestellt. Inzwischen haben mehr als 60 Praxen das Anerkennungsverfahren durchlaufen und dürfen sich „Schwerpunktpraxis Epileptologie“ nennen. In Epilepsie-Ambulanzen erfolgt neben der Diagnostik und Behandlung auch eine sozialmedizinische Betreuung von Problemfällen. Zudem finden epileptologische Fortbildungen für Fachkreise statt. Auch in derzeit 50 zertifizierten Epilepsiezentren erhalten Betroffene professionelle Hilfe. Bestimmte Kur- und Rehakliniken, Kurzzeitpflegeheime sowie Mutter-Vater-Kind-Kurheime nehmen an Epilepsie erkrankte Erwachsene oder Kinder auf und können somit Angehörige und Eltern entlasten.

Epilepsie-Beratungsstellen

Epilepsie-Beratungsstellen bieten umfassende Informationen über das Krankheitsbild und beraten Betroffene, Angehörige, Partner, Freunde, Lehrer, Erzieher, Arbeitgeber etc. zu allen Epilepsie-relevanten Themen. Die ganzheitlichen Beratungen sind kostenlos, unabhängig und können auch anonym erfolgen. Bei der Versorgung von Menschen mit Epilepsie sehen sich Epilepsie-Beratungsstellen als Ergänzung zu Ärzten, Kliniken, Epilepsie-Ambulanzen und Epilepsiezentren sowie Selbsthilfegruppen.

Psychologische Hilfe

Psychische Schwierigkeiten können jeden Menschen betreffen und sind Teil eines normalen Lebens. Die häufigste Form psychischer Probleme bei Menschen mit Epilepsie sind Epilepsie und Depressionen. Sie kommen bei Ihnen häufiger vor als bei Menschen ohne Epilepsie und als bei Menschen mit anderen chronischen Erkrankungen. Wichtig ist, dass sich Betroffene bei psychischen Problemen an Ihren Arzt wenden und sich Hilfe suchen. Unmittelbare Hilfe erhalten Sie unter „Neurologen und Psychiater“ im Netz. Darüber hinaus finden Sie hier nicht-medizinische (psychosoziale) Beratungsstellen, sozialpsychiatrische Dienste und ambulante Praxen.

Beruf und Teilhabe

Menschen mit Epilepsie können vielen Berufen nachgehen, auch wenn sie nicht anfallsfrei sind. Es kann jedoch Einschränkungen für einzelne bestimmte Tätigkeiten geben. Zu allen Fragen rund um das Thema Arbeit, Beruf, Teilhabe und Epilepsie sind das Netzwerk TEA (Teilhabe Epilepsie Arbeit) und REHADAT die richtigen Ansprechpartner.

Selbsthilfegruppen und Netzwerke für Angehörige

In Selbsthilfegruppen haben Betroffene und Angehörige die Möglichkeit, sich über ihre alltäglichen Probleme auszutauschen. Für Menschen mit Epilepsie ist es oft hilfreich zu wissen, wie Menschen, die in derselben Situation sind, mit Schwierigkeiten umgehen. Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe finden Sie u.a. bei der Deutschen Epilepsievereinigung oder hier. Für Eltern von epilepsiekranken Kindern und Jugendlichen kann der Epilepsie Bundes-Elternverband eine wichtige Anlaufstelle sein. Dort sind auch entsprechende Selbsthilfegruppen für Eltern mit an Epilepsie erkrankten Kindern zu finden.

Ansprechpartner in Österreich und in der Schweiz

Der Epilepsie Dachverband Österreich ist der erste Ansprechpartner für Menschen mit Epilepsie und ihren Angehörigen in Österreich. Hier können Fragen beantwortet und Kontakte zu spezifischen Anlaufstellen hergestellt werden.

In der Schweiz ist die Schweizerische Epilepsie-Liga der erste Ansprechpartner für Menschen mit Epilepsie.

Die wichtigsten Organisationen zur Epilepsie im Überblick